Fahstuhl oder Aufzug? Beides.

Wieso eigentlich Fahrstuhl? Das Ding heißt doch Aufzug.

Einsteigen, Knöpfchen drücken, Aufzug fahren. Heutzutage ganz normal. Und doch hört man immer wieder den Begriff „Fahrstuhl“. Woher der kommt und was es damit auf sich hat, enthüllen wir hier.

Der „fahrende Stuhl“ trifft es erstaunlich gut.

Dieses sprachliche Überbleibsel stammt aus einer Zeit, in der man noch wortwörtlich mit einem Stuhl auf und ab fuhr. Und zwar tat das der Adel, etwa im Schloss des französischen Königs Ludwig XIV. oder auch in Dänemark. Dort war es Gang und Gäbe, dass die eindrucksvollsten Räume in den oberen Stockwerken lagen – meist nur über schmale Wendeltreppen erreichbar.

Irgendwie blöd geplant, aber man wusste sich zu helfen, wie man so als König in seiner pompösen Garnitur möglichst majestätisch dorthin gelangte: Eine Handkurbel, die mit ordentlich Muskelschmalz über Seile und Umlenkrollen eine Ebene mit einem imposanten Stuhl bewegte. Beeindruckend inszeniert „erschien“ der Regent durch eine sich lautlos öffnende Luke – auf einem richtigen Fahr-Stuhl.

Dieser Name war ja Programm, also blieb er erstmal.

Aber warum sagen wir dann heute Aufzug?

Zur beschriebenen Zeit, also um 1700 drumherum, waren Aufzüge für Lasten natürlich schon ein alter Hut. Bereits im antiken Rom wurden schwere Sachen wie Bären und Löwen so in die Arena gehoben – aber diese Hebevorrichtungen waren eben nicht für den sicheren Transport von Menschen geeignet.

Erst Mitte 1800 steigt der amerikanische Mechaniker Elisha Graves Otis auf der Weltausstellung in New York auf eine offene Aufzugsplattform, lässt sich in die Höhe ziehen – und dann das Zugseil von seinem Assistenten kappen. Die Plattform sackt ab, bleibt aber nach ein paar Zentimetern stecken und Otis ruft ins verblüffte Publikum „All safe, gentlemen!“. Eine Absturzsicherung ist geboren, die sich mit den Jahrzehnten immer weiterentwickelt und den Aufzug zum sichersten Verkehrsmittel der Welt macht.

In den Staaten setzte sich „elevator“ durch, und im Deutschen ko-existieren seitdem beide Begriffe friedlich nebeneinander.

Nicht falsch, nur alt

Es ist also kein Fehler, wenn man „Fahrstuhl“ sagt, sondern ein sprachliches Relikt aus royaler Zeit und Königskult. So erinnern wir uns daran, dass das „Verkehrsmittel Aufzug“ nicht mit den Hochhäusern aufkam, sondern mit einem feierlich hochgeleierten Thron.

Zugegeben: Mit der modernen, intelligenten, extrem sicheren und energieeffizienten Aufzugstechnik von heute hat das überhaupt nichts mehr zu tun. Aber genau wie damals lösen Aufzugsanlagen Transportprobleme und müssen tadellos und sicher funktionieren. Wofür wir bei A&SP-Aufzüge Tag für Tag sorgen.

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